Das Start-up- Seventwenty hat ein neues Sicherheitskonzept für Helme entwickelt und will damit den Markt für Helme neu definieren. Der 38-jährige Bozner Patrick Pedevilla hat nach diesem neuen Konzept einen neuen Helm gemeinsam mit zwei Produktdesignern entwickelt.

„In den letzten Jahrzehnten hat es bei Helmen eigentlich keine wirklich großen Neuerungen gegeben“, schreiben die Jungunternehmer. Laut den Entwicklern erfolge bisher die Absorption der Kräfte, die bei einem Aufprall auf den Helm einwirken, prinzipiell über einen Kern aus Polystyrol. Dieser Kunststoff sei zwar leicht, aber auch hart, unflexibel und zerberste bei einem größeren Aufprall. Dadurch verliere er seine Schutzfunktion.

Fahrradhelm von Seventwenty

Bei dem neuen Helm, in den Seventwenty drei Jahre Forschungsarbeit investiert hat, wurde auf die Verwendung des obsoleten Polystyrols verzichtet und es kam eine neuartige, wabenförmige Struktur aus Elastomeren zum Einsatz, die, so Pedevilla, „schon bei den Tests des ersten Prototyps deutlich bessere Werte als die Konkurrenzprodukte erreichte.“

Pedevilla beschreibt seinen Helm selbst als einen „Quantensprung, der höchste Sicherheit garantieren wird“. Weiterhin wird viel an der Produktentwicklung gearbeitet, um den Helm weiter zu verbessern und die Produktpalette auszubauen.

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Generell fokussiert sich Seventwenty mit seinen Helmen auf die Segmente Bike und Ski bzw. Snowboard. Jedoch sagt Pedevilla auch, dass in Zukunft spezifische Modelle für das Rennradfahren und das Mountainbiken das Radsegement ergänzen und eigene Modelle für Wintersportarten entwickelt werden.

Helme bei „2 Minuten 2 Millionen“

Patrick Pedevilla hat auch schon einen Geldgeber gefunden, der in seinen revolutionären Sturzhelm „La Structura“ investieren möchte. Er konnte in der TV-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“, in der Start- up- Unternehmen ihre Idee vor einer Jury vorstellen und Geldgeber suchen, einen Investor davon überzeugen eine halbe Millionen Euro für die Umsetzung seiner Idee zur Verfügung zu stellen. Konkret unterstützt der ebenfalls Bozner Hans Peter Haselsteiner das Gründerteam. Der Großteil des Geldes soll laut Pedevilla in die Spritzgussformen für die Serienproduktion der Helme fließen.

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Der österreichische Investor bezeichnete den Sturzhelm selbst als „eine wirklich geniale Angelegenheit„. Auch wenn in Sachen Helmen derzeit POC, Uvex, Alpina und Bell den Weltmarkt dominieren, will Seventwenty künftig ordentlich mitmischen. „Im Geschäftsjahr 2018 wollen wir 40.000 bis 50.000 Helme verkaufen und die Umsatzmillion übersteigen“ sagt Pedeville.

Die Kosten für einen Helm liegen dabei im Schnitt bei 149 Euro. Die Helme sollen in einer ersten Phase ab Herbst 2017 beim Ski- und Radfahren eingesetzt werden.

Quellen:

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